Warum es nicht reicht, beim Sport 100% zu geben

Du gibst im Fitnessstudio oder draußen beim Laufen immer 100%? Ehrlich? Ich lehne mich aus dem Fenster und sage: Das reicht nicht. Warum der Denkansatz, immer nur 100% geben zu wollen, meiner Meinung nach nicht der richtige ist, will ich in diesem Beitrag aufzeigen.

100% sind doch der Wahnsinn oder nicht?

Der bulgarische Weltmeister im Gewichtheben wurde von einem Reporter gefragt: “Wenn sie trainieren und zehnmal ein Gewicht stemmen, welche Wiederholung ist die Wichtigste?” Der Sportler antwortete: “die elfte“. (Aus: Bodo Schäfer, die Gesetze der Gewinner)

Angenommen, du beginnst als Untrainierter im Fitnessstudio. Beim Bankdrücken schaffst du am ersten Tag 10 Wiederholungen mit 40 Kilo. Die letzte Wiederholung kriegst du gerade so hin. Du hast dein bestes gegeben. Einhundert Prozent. Wenn du 3 Tage später wieder auf der Bank liegst, machst du 10 Wiederholungen mit 40 Kilo. Diesmal ist die letzte Wiederholung weniger anstrengend. Du beendest auch hier die Übung mit dem Gefühl, es geschafft zu haben. *strike*. So trainierst du 3-4 Wochen und bekommst Routine. Immer wieder 10 Wiederholungen mit 40 Kilo. Die Anstrengung wird immer weniger. Gibst du dann immer noch 100%? Klar, am ersten Tag waren 10Wdh./40kg deine 100%. Aber an den anderen Trainingstagen?

Was wäre mit 110% drin?

Viel zu viele Leute verschwenden ihre Zeit beim Sport, weil sie sich mit dem zufrieden geben, was sie können und nicht mit dem, was sich erreichen könnten. Der Trainingsplan wird stur abgearbeitet. Stell dir vor, was du erreichen könntest, wenn du bei jeder Trainingseinheit statt 100 Prozent, die du irgendwann mal definiert hast, 110 Prozent geben würdest? Und zwar 110% vom letzten Mal. Wieviel könntest du stemmen? Verglichen mit starren Trainingsplänen, in denen steht, dass 10Wdh./40Kg wochenlang lang das Pensum ist?

Fazit

Das 110%-Mindset steht sinnbildlich für ein Mindset, dass nach stetigem Wachstum strebt. Sich nicht zufrieden geben mit dem was man kann, sondern weiter gehen, als man es sich je vorstellen könnte. Die Extra-Meile gehen – das ist das Mindset der Gewinner.

 

Entweder du endest im Gefängnis oder du wirst Millionär [Inspiration]

Lass uns mit einer Geschichte beginnen: 1966 flog ein sechzehnjähriger Legastheniker namens Richard von der Schule. Sein Schuldirektor sagte ihm an seinem letzten Schultag: „Entweder du endest im Gefängnis oder du wirst Millionär.“

Mit der Hilfe eines Freundes gründete er ein Magazin für Studenten und verdiente sein erstes Geld mit der Werbung von ortsansässigen Unternehmen. Nach 4 Jahren suchte er nach Wegen, mit seinem Magazin zu expandieren. Er verkaufte Platten an Studenten, die sein Magazin kauften. Es lief gut. Ein Jahr später konnte er mit dem verdienten Geld einen Plattenladen eröffnen. Nach weiteren 2 Jahren wollte er sein eigenes Plattenlabel gründen und ein Musikstudio eröffnen. Er vermietete das Studio an Musiker aus der Umgebung, unter anderem auch an einen Mann namens Mike Oldfield. Mike komponierte in dem kleinen Studio den Hit Tubular Bells, der die erste Veröffentlichung des Labels von Richard war. 5 Millionen Kopien wurden verkauft.

Später veröffentlichten weitere Bands wie die Sex Pistols, Rolling Stones und Culture Club auf dem Plattenlabel. In dieser Zeit wurde er nicht müde weitere Firmen zu gründen, darunter eine Fluggesellschaft, dann eine Eisenbahngesellschaft, danach einen Handyhersteller und so weiter. 50 Jahre später hat Richard mehr als 400 Unternehmen unter seiner Leitung. Heute ist Richard Milliardär, obwohl er Legastheniker ist und von der Schule flog. Kenner wissen sicher, wen ich meine, nämlich Sir Richard Branson. Richards Geschichte ist so inspirierend für viele Menschen, dass ich sie in meinem ersten „richtigen“ Blogbeitrag verblogge.

Als der Endzwanziger Richard Branson zu einer Frau auf den Jungferninseln fliegen wollte, wurde sein Flug wegen Wartungsarbeiten gestrichen. Es war der letzte Flug des Abends. Richard hatte zwar ein Business, niemand wusste an dem Flughafen, wer er war. Er charterte ein Privatflugzeug und schrieb auf einem Schild “Virgin Airlines. $29”. Er ging zu einer Gruppe, die auch auf die Jungferninseln fliegen wollte und verkaufte die restlichen Plätze im Flugzeug für je 29 Dollar. Von dem Geld bezahlte er das Charterflugzeug. Richard flog mit der Gruppe an diesem Abend auf die Jungferninseln.

War Richard Branson an diesem Abend bereit, eine Fluglinie zu gründen? Sicher nicht. Wer ist schon dafür bereit, wenn einem der Flug gestrichen wurde? Er packte eine Gelegenheit beim Schopf, sah einen Bedarf(Was nicht schwer war), hatte aber für diesen Bedarf die richtige Lösung. Anstatt einen Businessplan zu schmieden machte er es einfach. Diese Denkweise legte er nicht nur an diesem Abend an den Tag. “Screw it, just get on and do it.” ist quasi sein Lebensmotto. Was können wir daraus lernen? Die Umstände müssen nicht immer perfekt sein, um erfolgreich sein Ding zu machen und manchmal sollten wir einfach handeln, statt alles bis ins kleinste Detail zu planen.